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Typisch norwegisch Essen gehen, ist leider nicht so einfach

Die Hauptrolle spielt dabei der Fisch. In allen Variationen zubereitet und mit teils deftigen Beilagen serviert.

 

Leider ist es sehr schwer in den ländlichen Gebieten eine typische norwegische Gaststätte zu finden. Selbst in den



Fischspeise

kleineren Städten  ist das ein Problem. Schon ärgerlich, wenn man in atemberaubender  Landschaft nur ein chinesisches Restaurant findet. Überhaupt ist das "schnelle Essen" in Norwegen sehr ausgeprägt. Schade, wie ich finde.

Trotz alledem! Von nüchternen über extrem sauren, sowie über süßsauren zu süßen und salzigen Rezepten, läßt die norwegische Küche nichts aus. So manch Abgeneigter  ist hier in Norwegen, nicht nur durch den Lachs, zum Fischliebhaber geworden. Aber es gibt auch eine reichhaltige Palette von Fleischgerichten, delikat und teilweise für fremde Gaumen ungewöhnlich zubereitet.

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Am allerliebsten essen die Norweger aber immer noch "Mors Kjoettkoeker". Diese scandinavische Speise, sie gibt es ähnlich in Schweden und heißt dort "Koettbueller". Besteht aus einfachen kleinen Frikadellen oder Hackbällchen und ist das Sonntagsessen schlechthin. Sie sind so beliebt, das selbst an wichtigen Feiertagen wie Weihnachten gereicht, sich immer wieder alle darauf freuen. Es ist nichts Besonderes an ihnen, aber es zeigt zusammen mit der einfachen Soße und Beilage, die Zweckmäßigkeit der norwegischen Küche. Einfach und Nahrhaft, wie seit Jahrhunderten.

Äußerst beliebt sind auch "Fiskekaker" (Fischfrikadellen), "Fiskeboller" (Fischklößchen) oder "Fiskepudding". In vielen Haushalten ist das Eine oder Andere immer vorhanden. Außerdem sind diese drei Gerichte sogenannte Schnellgerichte und in unterschiedlichen Portionsgrößen in jedem Supermarkt zu kaufen. In heller Soße erhitzt oder im Backofen kurz gebacken sind es äußerst schmackhafte und sättigende Gerichte.friedlich

Es ist interessant, was die norwegische Küche an alten, teils bis in die Wikingerzeit zurückreichende Gerichte erhalten hat. Pfannkuchen oder Milchbrei mit jeweils unterschiedlichstem Fruchtmus, meist für den Samstag. Koch - und Bratfisch oder eben Frikadellen am Sonntag. Auch, Hammelfleisch ist im Land der Wikinger ein beliebtes Essen. "Faerekjoett", also Hammel, ist in verschiedenen Varationen das Herbstgericht. Zur Schlachtzeit wird es besonders gerne mit Weißkohl und da vor allem als deftiger Eintopf "Färikäl" gegessen.

Zwei - aus dem Mittelalter stammende Fischspeisen sind für die Einheimischen und "Unerschrockene": "Lutefisk". Gelaugter, eingeweichter Stockfisch mit Salzkartoffeln, Erbsenmus und knusprig gebratenen Speckscheibchen (ein bevorzugtes Weihnachtsmenue).

Außerdem wird im östlichen Landesinnern eine leckere Delikatesse zubereitet. Das "Rakoerret". Hierzu wird eine Forelle 2-3 Wochen in Salzlake gelegt und dann mit Zwiebelringen, Rahm und gebackenen Kartoffelfladen verspeist.

Die Natur gibt die Nahrung und so haben auch die Samen im Norden einen ganz besonderen Leckerbissen, dessen Rezept schon Jahrhunderte alt ist: "Finnebiff". Von den Knochen abgeschabtes Rentierfleisch wird im Winter im Schnee vergraben und später im gefrorenen Zustand angebraten und dann gedünstet. Die anfallende Soße mit Sauerrahm eingekocht und das ganze mit Salzkartoffeln und Preiselbeeren serviert.

Aber auch in Norwegen hat die "moderne Esskultur" Einzug gehalten. Schnell- und Fertiggerichte sind bei den meisten Familien in der Woche fast an der Tagesordnung und am Wochenende darf es auch Pizza oder Brathähnchen sein. Auch andere "Fastfood", wie "Poelse med Broed" (Hot-Dog), bekommt man an Tankstellen, fast jedem Kiosk und allen "Gatekjoekken" (Schnellimbissen) zu kaufen.

Der Erwerb von Alkohol erweist sich allerdings nicht so einfach. Bier bekommt man auch im Supermarkt (oft aber nur in den Supermärkten auf dem Land. In Städten meist nur im Vinmonopolet) aber Weine und Schnaps sind nur im Vinmonopolet zu bekommen. Die Preise ermundern nicht zum Kauf. Näheres zu Preisen finden Sie hier.

Es ist wohl günstiger alle Speisen und Delikatessen des Landes mit Mineralwasser zu genießen, oder sich eine Karaffe eiskaltes Leitungswasser zu bestellen, während eines Gaststättenbesuches. Mit etwas Glück sogar kostenlos!

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