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Start-ups in Skandinavien: Innovation aus dem hohen Norden

Die skandinavischen Länder sind für ihren hohen Lebensstandard und ihre ausgezeichneten Sozialsysteme bekannt. Sei es Norwegen, Finnland, Schweden oder Dänemark - immer wieder wechseln sich die Staaten dabei ab, von den Vereinten Nationen die Topplätze in puncto Durchschnittseinkommen, Qualität der Bildungssysteme und Lebenserwartung zugesprochen zu bekommen. In Skandinavien liegt auch ein wichtiger Teil der europäischen Start-up-Szene, welche sich als absolut essenziell für die Schaffung von Innovation im digitalen Zeitalter erwiesen hat. Start-ups sind ein immer wichtiger werdender Beitrag zur und Teil der Wirtschaftskraft eines Landes.

Quelle: Pexels

Ein wesentlicher Teil der skandinavischen Start-up-Szene liegt in Norwegen. Dort gibt es mehr als 500 Techfirmen, rund 20 Gründerzentren und einige Start-up-Gemeinschaften. Hinzu kommt Unterstützung durch die Regierung als auch durch private Investoren. Diese Vernetzung in allen Bereichen der Gesellschaft hat dem Land geholfen, ein wichtiges Zentrum für Innovation zu werden. Das ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass es nur etwas mehr als 5,2 Millionen Einwohner in Norwegen gibt. So konnte sich das Start-up BySpire etablieren, welches seinen Fokus auf die vertikale Landwirtschaft gesetzt hat. Dabei handelt es sich um eine Form der Zukunftstechnologie, bei der Nahrungsmittel in Türmen, Hochhäusern und anderen Strukturen angebaut werden. Die Vorteile dieser Technologie liegen klar auf der Hand. Zum einen bietet sie die Möglichkeit, Pflanzen über das ganze Jahr hinweg in einer geschützten Umgebung anzubauen. Das ist besonders wichtig für Länder wie Norwegen mit spezifischen klimatischen Bedingungen, wo mehr als 70 % von Pflanzen und Früchten importiert werden müssen. Zum anderen ist die Technologie sehr platzsparend, da reguläre Landwirtschaft nur auf wenige Gebiete konzentriert durchgeführt werden kann. Vertikale Landwirtschaft jedoch benötigt bis zu 85 % weniger Platz. Hinzu kommt ein um 90 % reduzierter Wasserverbrauch. Dies macht die Technologie sehr nachhaltig und damit auch umweltfreundlich.

Nachhaltigkeit ist auch der Grund, aus dem die Firma Nabobil gegründet wurde. Das Unternehmen hat eine Plattform geschaffen, bei der Nutzer sich gegenseitig Autos leihen. Das Ziel liegt dabei deutlich darin, die Anzahl von Fahrzeugen generell zu reduzieren und damit den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Aber Innovation muss nicht nur praktische Probleme lösen, auch in der Unterhaltungsbranche gibt es federführende Veränderungen durch skandinavische Vorreiter. Ein Beispiel dafür ist das schwedische Start-up Mr Green aus Stockholm. Stockholm gilt in Skandinavien als wichtiger Ankerpunkt für junge und digitale Unternehmen, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass Mr Green dort seinen Grundstein gelegt hat. Der Spieleanbieter wurde 2007 gegründet und gehörte zu den Pionieren der digitalen Spielebranche. Heutzutage ist der Anbieter in einer Vielzahl von Ländern verbreitet und gehört zu den bekanntesten Anbietern des Sektors. Dies liegt auch an dem Green Gaming Konzept, welches eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Spielephilosophie in den Vordergrund gestellt hat. Großen Erfolg hat auch der Spieleanbieter Supercell aus Finnland. Das Start-up wurde 2010 gegründet und hat seitdem eine ganze Reihe von beliebten Smartphone- und Tablet Apps für Android und iOS auf den Markt gebracht. Supercell zeichnen unter anderem auch verantwortlich für den weltweiten Free-to-play Hit Clash of Clans, der im Erscheinungsjahr 2013 zum erfolgreichsten Spiel des Jahres avancierte und für einen rekordverdächtigen operativen Gewinn für das Unternehmen sorgte.

Natürlich sind dies nur ein paar Beispiele der großen Start-up-Szene in Skandinavien, in der stetig neue Ideen ausprobiert werden. Auch wenn sich nicht alle digitalen Unternehmen auf Dauer bewähren können, ist das Wachstum der Szene nicht mehr zu stoppen.