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Arbeitssuche bzw. Jobsuche in Norwegen

Sie würden gern in Norwegen arbeiten bzw. suchen einen Job?
Den Norwegern geht es gut. Haus, Hütte in den Bergen und/oder am See und astronomische Stundenlöhne machen ein sehr gutes Leben in Norwegen möglich. Die Wende hin zu immer weniger Arbeit und mehr Freizeit betrübt die Wirtschaftsexperten Norwegens und sorgt dafür, dass das Land in Zukunft eventuell nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Also werden Fachkräfte gesucht.

Um seine zukünftigen Entwicklungen zu bewältigen, ist Norwegen auf den Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland angewiesen. Norwegen hat eine Arbeitslosenquote von unter drei Prozent. Durch entsprechende Abkommen ist es jedem Arbeitssuchenden, Studenten oder Selbstständigen möglich, alle denkbaren Tätigkeiten durchzuführen. Einen Job in Norwegen zu bekommen ist also durchaus möglich. Eine Arbeitserlaubnis ist nicht nötig, jedoch eine Aufenthaltsgenehmigung. Diese braucht man, wenn der Aufenthalt länger als drei Monate andauert. Der Antrag dafür kann erst nach der Einreise erfolgen. Zuständig ist die Ausländerbehörde (Utlendingsdirektoratet).
Für Selbstständige ist die Behörde namens Brønnøysundregistrene (www.brreg.no) zuständig.
Achtung: Das Abkommen schließt nur Länder der EU ein!

In fast allen handwerklichen Berufen werden in Norwegen Arbeitskräfte gesucht. Für deutsche Bewerber bestehen sehr gute Chancen, in den Branchen Mechanik und Metall sowie in allen Berufen des Baugewerbes bzw. Handwerks als auch in der verarbeitenden und produzierenden Industrie einen Job zu bekommen. Gesucht werden auch Pflegekräfte, Ärzte und Ingenieure aller Fachrichtungen. Fachwissen ist in Norwegen gefragt, deshalb werden Deutsche, Österreicher und Schweizer sehr gern eingestellt. Der deutschen Sprache sind in Norwegen immer noch viele (leider meist ältere Menschen) mächtig. Das kann durchaus von Vorteil sein.
Vor allem für Industriefacharbeiter, wie zum Beispiel CNC-Fachkräfte und Rohrschlosser mit Schweißpässen, Mechaniker aller Branchen und Logistiker für Zulieferer und Speditionsgewerbe sieht es gut am norwegischen Arbeitsmarkt aus. Auch sämtliche KFZ-Branchen benötigen noch viele Arbeitskräfte. Und der Bedarf an akademischen Kräften, insbesondere Ingenieuren, ist derzeit enorm.

Bei allen freien neuen Stellen handelt es sich auch nach der in Norwegen üblicher Probezeit um unbefristete Festanstellungen zu norwegischen Tarifen mit geregelten Arbeitszeiten. Alle ausländischen Arbeitnehmer genießen in Norwegen uneingeschränkt die gleichen Rechte und Pflichten wie ihre norwegischen Kollegen. Im Idealfall verbringt man zunächst einen Urlaub in Norwegen, um die wirklichen Gegebenheiten selbst auszukundschaften. Nichts ist besser, als sich ein eigenes Bild zu machen. Also, auf zu einem Norwegen-Urlaub!
 
Nützliche Links für Ihre Jobsuche:
Arbeiten in Norwegen – die kostenlose Arbeitsvermittlung: www.arbeiten-in-norwegen.de
Eures – das Arbeitsportal für Europa: www.ec.europa.eu/eures
NAV – das norwegische Arbeitsamt: www.nav.no

Wie werde ich als Deutscher in Norwegen aufgenommen?

Trotz der unrühmlichen Zeit während des Krieges sind die Norweger nicht „nachtragend“. Je weiter man jedoch in den Norden Norwegens kommt und je rauer das Klima, desto unfreundlicher werden die Menschen scheinbar. Aber der Eindruck täuscht sicher. Die Norweger dort oben reden wenig und erscheinen uns manchmal etwas mürrisch. Längere Gespräche sollten Sie in den rauen aber wunderschönen Gegenden nicht erwarten. Das betrifft gerade die regenreichsten Gebiete Norwegens und Europas, östlich von Bergen zum Beispiel. In den kleinen Supermärkten der einsamen Dörfer lassen sich kaum quietschvergnügte Verkäuferinnen antreffen. Der manchmal wochenlang anhaltende Regen schlägt halt aufs Gemüt ...

Benötige ich Fremdsprachenkenntnisse?
Ausreichende Englisch- und Norwegischkenntnisse sind auf jeden Fall von Vorteil. Ohne etwas Norwegisch zu sprechen sollten Sie nicht nach Norwegen ausreisen. Zumindest sollten Sie aber sicher Englisch sprechen.
Das Erlernen der Sprache ist binnen eines Jahres durchaus möglich.

Von der Bewerbung bis zur Arbeitsstelle:
1. Das erste Telefongespräch ist wichtig um herauszufinden, ob es sich für Sie überhaupt lohnt, sich in Ihrem Beruf zu bewerben.
2. Wenn ja, sollte die Bewerbung zügig per E-Mail oder postalisch erfolgen.
3. Der Vermittler ruft oder mailt Sie an, um ein Vorstellungsgespräch zu vereinbaren. Darin geht es dann zumeist um Details über die Stelle und darum, mehr über Sie zu erfahren.
4. Der Vermittler informiert den potenziellen Arbeitgeber und sendet ihm Ihren Lebenslauf und Ihre Zeugnisse zu. Bei entsprechend positivem Verlauf und Eindruck empfiehlt der Vermittler direkt, Sie einzustellen.
5. Stimmt der Arbeitgeber zu, erhält der Vermittler den Arbeitsvertrag und übersetzt ihn ins Deutsche.
6. Diesen Vertrag bekommen Sie dann zugesandt. Zusammen mit allen nötigen Zusatzinformationen über das Leben in Norwegen sowie den Listen der notwendigen Behördengänge in Deutschland und in Norwegen. Dazu: die Adressen aller Behörden vor Ort.
7. Die Reise nach Norwegen erfolgt nach Terminabsprache und auf eigene Kosten.

Erledigt bzw. eingeholt werden müssen:
- Aufenthaltserlaubnis (bei der zuständigen Polizeistelle)
- Gang zum Einwohnermeldeamt zum Erfragen der Personennummer (bekommt jeder)
- Mit dieser Nummer Gehaltskonto eröffnen und Lohnsteuerkarte beantragen
- Dem Arbeitgeber diese Nummer mitteilen

Weitere Infos auch unter: Leben in Norwegen